Computer-Konzept der Dreilinden-Grundschule
Entwicklung
des Dreilinden-Computer-Projekts
An
der Dreilinden-Grundschule wurde im Schuljahr 1994 auf Initiative der
schulischen Gremien in Regie des Fördervereins mit dem Einsatz vom Computern
begonnen. Aus privaten Spenden erhielt sie 12 Amiga-Commodore-Rechner mit Mal-
und Grafikprogrammen. Später kamen 386er und 486er PCs hinzu, auf denen neben
Word auch kleine Spiele installiert werden konnten. Mit dieser Ausstattung war
es möglich, in Gruppen von bis zu 12 Schülern zu arbeiten. Es wurde eine wöchentliche
Arbeitsgemeinschaft Computer für die 5. und 6. Klassen für 2 bis 3 Gruppen (je
nach Klassenfrequenz) mit je 90 Minuten Dauer und max. 12 Terminen im Frühjahr
und Herbst eingerichtet. Dabei erfolgte die Beschränkung auf diese Jahreszeiten
bewusst, da dann die Kinder weniger Möglichkeiten haben, draußen zu spielen
und oft die Nachmittagsstunden am Fernseher oder am Computer, oft allein,
verbringen.
In
den darauffolgenden Schuljahren konnten durch Elternspenden an den Förderverein
unserer Schule weitere ausgemusterte 486er- und Pentium-Computer beschafft
werde. Auch das Bezirksamt
Steglitz-Zehlendorf, dass das Computer-Projekt von Anfang an unterstützte, stellte PCs zur Verfügung.
Der
Anfangs gewählte Raum (Mediothek im Dachgeschoss) erwies sich als nicht
geeignet (Oberlicht, zu wenig Arbeitsplätze). Angesichts zweier Einbrüche, die
Computern galten, wurden zwei durch Eisentüren verschlossene Kellerräume
hergerichtet, wofür der Förderverein und das Bezirksamt (Bodenbelag,
Stromversorgung) beträchtliche Mittel aufwendeten. Hier wurde von der Telekom
im Rahmen der
CidS!-Schulen-ans-Netz-Aktion ein kostenloser Internetzugang installiert, der
später um einen DSL-Anschluss erweitert wurde und das „Herz“
des Schulnetzes bildet.
Zur
Zeit sind im Computer-Keller 25 PCs mit Netzwerkdrucker im
Einsatz, weitere in fast allen Klassenräumen und 3 für Schulleitung und Kollegium. 2000/01 wurde, ebenfalls mit Unterstützung des Bezirksamtes, in
Eigenbau ein Schulnetzwerk eingerichtet und in fast allen Klassen ein Netzzugang
gelegt. Aus den Mitteln des Fördervereins,
der nach wie vor das „Computer-Projekt“ betreut, wurde neben weiteren PCs
die nötige Microsoft-Software angeschafft. Außer von der AG wird der Computerkeller vor allem für den Sprachen-,
den Erdkunde-, Geschichts- und Biologie- sowie Mathematik-Unterricht
(entsprechende Software) genutzt.
In
der AG lernen die Kinder, den Computer sachgerecht zu bedienen und mit Office-Programmen sicher umzugehen sowie sich im Internet zurecht
zu finden. Computerspiele spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, um das soziale
Verhalten der Kinder miteinander am PC zu fördern. Konzentration und
Kombination sind zwei weitere Eigenschaften, die mit den ausgesuchten Spielen
gefördert werden.
Perspektiven
Im Sachkunde-Rahmenplan, der zum Schuljahr 2004/05 in Kraft trat, wird gefordert: Schülerinnen und Schüler können Computer und Peripheriegeräte sachgerecht bedienen und Computer und Internet u.a. als Informations- und Publikationsmedium nutzen. Befragungen haben ergeben, dass die meisten der Dreilinden-Grundschüler zu Hause den Computer nutzen dürfen oder selbst einen haben.
Dabei
sollen für die Klassen 1 und 2 Lerninhalte wie der Einsatz eines
geeigneten Lernprogramms, die Arbeit mit einem Textverarbeitungsprogramm, das
Malen mit Paint und Recherchen im Internet vermittelt werden. Hier muss
abgewartet werden, wie das vorhandene Schülerwissen (angefangen vom Alphabet
als Voraussetzung für die Bedienung der Tastatur) und manuelle Fertigkeiten
(z.B. das Bedienen der doch für Kinderhände recht großen Maus) die Erfüllung
dieser Anforderungen ermöglicht.
Schüler
der Klassen 3 und 4 sollen in Gruppenarbeit Recherchen zu einem
sachkundlichen Thema im Internet führen, Einführung in wesentliche
Bedienelemente eines Browsers erhalten und lernen, den Computer und das Internet
auch als Kommunikations-, Präsentations- und Publikationsmittel zu benutzen.
Dabei soll es allen Schülern ermöglicht werden, wöchentlich eine
Unterrichtstunde im Computerraum zu lernen (Doppelstunden dürften sinnvoller
sein).
PC-unkundige
oder diesen ablehnende Schüler sollten zur Teilnahme an der Computer-AG
angeregt werden, damit die arbeitstechnischen Voraussetzungen innerhalb einer
Klasse nicht zu weit auseinander klaffen und die Vermittlung der eigentlichen
Lerninhalte erschweren. Auch in dieser Klassenstufe kann die Einrichtung von
Medieninseln zur Begleitung der Arbeit im Computerkeller sinnvoll sein.
Die
seit über 15 Jahren bestehende klassenübergreifende Computer-AG wird
weitergeführt und soll die im Unterricht erworbenen Kenntnisse vertiefen bzw.
unkundigen Schülerinnen und Schülern die notwendigen Kenntnisse für den
Unterricht (s.o.) vermitteln sowie die soziale Komponente fördern. Die daran
teilnehmenden Schüler sollen wie bisher befähigt werden, Lehrer beim
Unterricht im Computerkeller und an den Medieninseln fachlich/technisch zu unterstützen.
Liebe Eltern, bitte helfen Sie weiter mit der Spende von moderneren Computern (ab PentiumIII).
Projektleitung: Henning Schröder, Tel.: 8035228, e-mail: henning@schroederniko.de